Psychotherapieverfahren Tiefenpsychologie
Was ist tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie?
Die Tiefenpsychologie stellt einen bedeutenden Überbegriff für psychodynamisch-psychotherapeutische Verfahren dar. Diese therapeutischen Ansätze legen den Fokus auf die unbewussten seelischen Prozesse, die häufig die Wurzel aktueller psychischer Probleme darstellen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Auseinandersetzung mit unbewussten, oft in der Kindheit verwurzelten Konflikten. Durch das Verständnis der tiefenpsychologischen Mechanismen wird es möglich, diese Konflikte zu bearbeiten und dadurch eine langfristige Stabilisierung der psychischen Gesundheit zu erreichen.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) stützt sich auf grundlegende Annahmen der Tiefenpsychologie und befasst sich intensiv mit den unbewussten Anteilen der menschlichen Psyche. Der therapeutische Prozess lenkt die Aufmerksamkeit auf unbewusste oder unverstandene Wünsche, Motive und Konflikte, um deren Einfluss auf die aktuelle Symptomatik zu analysieren. Während die Psychoanalyse oft einen umfassenderen Ansatz verfolgt, ist die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie zielgerichteter und legt besonderen Wert auf die Aufdeckung und Bearbeitung unbewusster Konflikte.
Das Hauptziel der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie besteht darin, bestehende Symptome zu heilen, indem ein zunehmendes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen lebensgeschichtlichen Erfahrungen und aktuellen Themen gefördert wird. Durch die Bearbeitung dieser Aspekte können Patientinnen und Patienten lernen, ihre Emotionen und Verhaltensweisen besser zu verstehen und neue Bewältigungsmechanismen zu entwickeln.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie kurz dargestellt
Anerkanntes Richtlinienverfahren
- Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) ist in Deutschland als wissenschaftlich anerkanntes Therapieverfahren zugelassen. Die Behandlungskosten werden von den Krankenkassen übernommen.
Blick auf die gegenwärtige Situation
- In der TP liegt der Fokus auf aktuellen Konflikten, die häufig in frühen Lebensphasen wurzeln.
Zielsetzung und Fokus
- Therapieziel ist es, durch das Bewusstmachen der unbewussten Erfahrungen und Konflikte eine tiefere Einsicht in die eigene Psyche zu fördern und so die Symptome zu lindern. Die Therapie verfolgt zwei wesentliche Fokusse: den Struktur- und den Konfliktfokus. Der Konfliktfokus betrachtet Symptome als Not- oder Pseudolösungen, während der Strukturfokus sich mit einem breiteren Spektrum an Themen befasst, auch wenn kein klarer Konflikt identifiziert werden kann. Bei Letzterem steht die Verbesserung der allgemeinen psychischen Stabilität im Vordergrund, um dem Patienten bzw. der Patientin ein ausgewogenes und erfülltes Leben zu ermöglichen.
Therapieprozess und Verfahren
Gemeinsame Schwerpunkte
- Der Therapieprozess beginnt mit einer gemeinsamen Festlegung der Ziele und Schwerpunkte.
Therapeutische Beziehung
- Die Beziehung zwischen Therapeut bzw. Therapeutin und Patient bzw. Patientin spielt eine wichtige Rolle im Therapieprozess. Sie sollte durch Vertrauen und Offenheit geprägt sein. Durch die Analyse von Assoziationen, Träumen und der Beziehungsdynamik unterstützt die Therapeutin bzw. der Therapeut die Patientin bzw. den Patienten dabei, frühere Entwicklungsschritte nachzuholen.
Ressourcenorientierung
- Ein zentraler Bestandteil der TP ist die Ressourcenorientierung. Dieser Ansatz konzentriert sich nicht nur auf die Probleme der Patientin bzw. des Patienten, sondern legt einen besonderen Wert auf deren Stärken und Potenziale. Ziel ist es, der Patientin bzw. dem Patienten zu helfen, eine gesündere Lebensgestaltung zu erreichen und zukünftige Ziele zu verwirklichen.
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Insgesamt betrachtet bietet die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ein vielschichtiges Konzept, das durch die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart eine nachhaltige Verbesserung der psychischen Gesundheit anstrebt.
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Patricia Kleinhenz
Stellv. Ausbildungskoordinatorin
Montag bis Donnerstag: 08:00 Uhr – 15:30 Uhr
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