Selbsterfahrung und Supervision

Selbsterfahrung und Supervision

Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten (m/w/d)

Die Selbsterfahrung ist zentraler Bestandteil der Weiterbildung und wird außerhalb der Arbeitszeit durchgeführt. Sie dient dazu, persönliche Anteile und deren Einfluss auf die therapeutische Interaktion bewusst zu machen.

Die Selbsterfahrung hat einen Gesamtumfang von 125 Einheiten. Sie unterteilt sich in 45 Stunden Einzel- und 80 Stunden Gruppenselbsterfahrung. Der Anspruch während der stationären Weiterbildungszeit in unseren Kliniken wird anteilig der geplanten Weiterbildungszeit berechnet.

In Supervisionen üben die Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer ihre therapeutischen Fähigkeiten unter der Leitung eines erfahrenen Supervisors bzw. einer Supervisorin aus. Dies ermöglicht es ihnen, Feedback zu erhalten und ihre Kompetenzen weiter zu entwickeln.

Selbsterfahrung: persönlich wachsen, professionell handeln

Einzelselbsterfahrung

Gruppenselbsterfahrung

Heiligenfeld Kreissymbol mit Trennstrich

Supervision: intensiv und persönlich begleitet

Einzel- und Gruppensupervisionen

Häufig gestellte Fragen zur Supervision

Abgeleitet wird das Wort Supervision aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie “von oben betrachten“ oder “Überblick”. In Supervisionssitzungen wird mit Hilfe einer Supervisorin oder eines Supervisors – welcher einen neutralen Blick von außen mitbringt – das eigene berufliche Handeln angeschaut und reflektiert. Supervisionen geben keine Lösungen vor, sie tragen aber dazu bei, sich in schwierigen beruflichen Situationen angemessener zu verhalten.

Problematische Situationen aus der Vergangenheit, oder solche, die in der Zukunft passieren könnten, werden beim Supervidieren reflektiert. Die Supervisorin bzw. der Supervisor gibt Handwerkszeug und Lösungsmöglichkeiten an die Hand, um mit herausfordernden Situationen zukünftig besser umgehen zu können.

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Supervisionen durchzuführen. Beispiele hierfür sind:

  • Einzelsupervisionen
  • Gruppensupervisionen
  • Fallsupervisionen
  • Teamsupervisionen
  • Lehrsupervisionen
  • Ausbildungssupervisionen

Supervisionen werden von Supervisorinnen und Supervisoren angeleitet, welche entsprechende Zusatzausbildungen bzw. Qualifikationen aufweisen. Supervision ist eine Form der Beratung. Sie regt zur Reflexion des eigenen Handelns an. Ziel ist es, die Qualität professioneller therapeutischer Arbeit sicherzustellen und zu verbessern.

Psychotherapeutische Behandlungen unter Supervision sind ein zentraler Bestandteil der Weiterbildung. Aufgabe der Supervision ist es, die Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer dabei zu unterstützen, eine tiefenpsychologisch‐methodische Kompetenz zu erwerben, eine angemessene psychotherapeutische Haltung zu entwickeln und sich ihrer Beteiligung am Behandlungsprozess bewusst zu werden.

Während der gesamten Weiterbildungszeit sollen mindestens 150 Einheiten Supervision, davon 50 Einzelsupervisionen durchgeführt werden. Behandlungen sollten im Verhältnis 1:4, später im Verhältnis 1:8 supervidiert werden.

Da unsere Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer stationäre Patientinnen und Patienten betreuen, finden regelmäßig Einzel- und Gruppensupervisionen statt. Zudem werden regelmäßig Fallbesprechungen angeboten, wobei ein direkter Austausch mit unseren Weiterbildungsteilnehmerinnen und Weiterbildungsteilnehmern gewährleistet wird.

Die stationäre Weiterbildungszeit wird von Beginn an von technisch-kasuistischen-Seminaren (TKS) begleitet. Diese haben Gruppensupervisions-Charakter und sollen die Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer in der Behandlung der Patientinnen und Patienten unterstützen.

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Patricia Kleinhenz
Stellv. Ausbildungskoordinatorin

Montag bis Donnerstag: 08:00 Uhr – 15:30 Uhr
Freitag: 08:00 Uhr – 12:00 Uhr