Selbsterfahrung und Supervision
Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten (m/w/d)
Die Selbsterfahrung ist zentraler Bestandteil der Ausbildung und wird außerhalb der Arbeitszeit durchgeführt. Sie dient Ihnen dazu, Ihre persönlichen Anteile und deren Einfluss auf die therapeutische Beziehung bewusst zu machen.
In Supervisionen üben Sie Ihre therapeutische Tätigkeit unter der Leitung eines erfahrenen Supervisors bzw. einer erfahrenen Supervisorin aus. Dies ermöglicht es Ihnen, Feedback zu erhalten und Ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln.
Selbsterfahrung - Persönlich wachsen, professionell handeln
- Die Selbsterfahrung ist zentraler Bestandteil der Ausbildung und wird außerhalb der Arbeitszeit durchgeführt. Sie dient dazu, den Ausbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmern ihre persönlichen Anteile und deren Einfluss auf die Interaktion mit den Patientinnen und Patienten bewusst zu machen.
- Sie unterteilt sich in 40 Stunden Einzel- und 80 Stunden Gruppenselbsterfahrung.
Einzelselbsterfahrung
- Bis zur Zwischenprüfung nach frühestens 18 Monaten sollte ein großer Teil der Selbsterfahrung absolviert sein, damit die Ausbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer bis dahin gelernt haben, ihre eigenen Anteile in der Therapie – die sogenannte Gegenübertragung – wahrzunehmen. Im Anschluss daran kann mit der ambulanten Behandlung in der Institutsambulanz begonnen werden.
- Die Termine für die Selbsterfahrung werden von den Ausbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmern selbstständig vereinbart.
Gruppenselbsterfahrung
- 80 Stunden werden in Form von Gruppenselbsterfahrung in ca. sechs Modulen abgeleistet. Die Inhalte und die Gestaltung der Gruppenselbsterfahrung (Workshops, Theorie, Gruppenarbeit etc.) obliegt den jeweiligen Gruppen-Selbsterfahrungsleiterinnen bzw. -leitern.
- Bei der Gruppenselbsterfahrung handelt es sich um Wochenendmodule. Diese können sich über den gesamten Zeitraum der Ausbildung erstrecken.
Supervision - intensiv und persönlich begleitet
- Im Rahmen der stationären Patientinnen- und Patientenbehandlung werden regelmäßig Einzel- und Gruppensupervisionen durchgeführt.
- Es finden Fallbesprechungen statt, bei denen ein direkter Austausch mit anderen Ausbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmern möglich ist.
Einzel- und Gruppensupervisionen
- Die praktische Ausbildung wird durchgängig von technisch-kasuistischen Seminaren und mindestens 150 Stunden Supervision bei mindestens drei verschiedenen Supervisorinnen und Supervisoren begleitet.
- Diese müssen mit dem Institut einen Kooperationsvertrag abgeschlossen haben. Mind. 50 Stunden müssen als Einzelsupervision stattfinden, die restlichen 100 Stunden können als Gruppensupervision durchgeführt werden.
Häufig gestellte Fragen zur Supervision
Was ist Supervision?
Abgeleitet wird das Wort Supervision aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie “von oben betrachten“ oder “Überblick”. In Supervisionssitzungen wird mit Hilfe einer Supervisorin oder eines Supervisors – die bzw. der einen neutralen Blick von außen mitbringt – das eigene berufliche Handeln angeschaut und reflektiert. In den Supervisionen werden verschiedene Blickwinkel betrachtet. Supervisionen geben keine Lösungen vor, sie tragen aber dazu bei, sich in schwierigen beruflichen Situationen angemessener zu verhalten.
Was bedeutet supervidiert?
Problematische Situationen, die in der Therapie aufgetreten sind, oder solche, die voraussichtlich in der Zukunft auftreten könnten, werden beim Supervidieren reflektiert. Die Supervisorin bzw. der Supervisor gibt den Supervisanten Handwerkszeug und Lösungsmöglichkeiten für derartigen Situationen an die Hand.
Welche Art von Supervisionen gibt es?
Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Supervisionen durchzuführen.
Beispiele hierfür sind:
- Einzelsupervisionen
- Gruppensupervisionen
- Fallsupervisionen
- Teamsupervisionen
- Lehrsupervisionen
- Ausbildungssupervisionen
Was passiert in einer Supervision?
Supervisionen werden von Supervisorinnen und Supervisoren angeleitet, welche entsprechende Zusatzausbildungen bzw. Qualifikationen aufweisen. Supervision ist eine Form der Beratung. Sie regt zur Reflexion des eigenen Handelns an. Ziel ist es, die Qualität professioneller therapeutischer Arbeit sicherzustellen und zu verbessern.
Welche Bedeutung hat Supervision in der Ausbildung?
Psychotherapeutische Behandlungen unter Supervision sind ein zentraler Bestandteil der Ausbildung. Aufgabe der Supervision ist es, die Ausbildungsteilnehmerinnen und Ausbildungsteilnehmer dabei zu unterstützen, eine tiefenpsychologisch‐methodische Kompetenz zu erwerben, eine angemessene psychotherapeutische Haltung zu entwickeln und sich ihrer unbewussten Beteiligung am Behandlungsprozess bewusst zu werden.
Im Rahmen der Ausbildung müssen mindestens 150 Supervisionsstunden absolviert werden. Davon müssen mindestens 50 Stunden als Einzelsupervision durchgeführt werden.
Da unsere Ausbildungsteilnehmerinnen und Ausbildungsteilnehmer bei uns in ein All-inclusive-Konzept eingebunden sind, d. h. sowohl stationäre als auch ambulante Patientinnen und Patienten betreuen, finden regelmäßige Einzel- und Gruppensupervisionen in den Kliniken statt. Zudem werden regelmäßige Fallbesprechungen angeboten, wobei ein direkter Austausch mit anderen Ausbildungsteilnehmerinnen und Ausbildungsteilnehmern stattfindet und gewährleistet wird.
Welchen Zweck haben technisch-kasuistische Seminare?
Die Praktische Ausbildung wird durchgängig von technisch-kasuistischen Seminaren (TKS) begleitet. Im Rahmen der Tätigkeit in der Institutsambulanz werden Behandlungssitzungen der Ausbildungsteilnehmerinnen und Ausbildungsteilnehmer videographiert. Ziel ist, das konkrete therapeutische Verhalten zu beobachten, zu analysieren und zum Inhalt der Supervision zu machen.
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Patricia Kleinhenz
Stellv. Ausbildungskoordinatorin
Montag bis Donnerstag: 08:00 Uhr – 15:30 Uhr
Freitag: 08:00 Uhr – 12:00 Uhr