Selbsterfahrung und Supervision
Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten (m/w/d)
Die Selbsterfahrung ist zentraler Bestandteil der Weiterbildung und wird außerhalb der Arbeitszeit durchgeführt. Sie dient dazu, persönliche Anteile und deren Einfluss auf die therapeutische Interaktion bewusst zu machen.
Die Selbsterfahrung hat einen Gesamtumfang von 125 Einheiten. Sie unterteilt sich in 45 Stunden Einzel- und 80 Stunden Gruppenselbsterfahrung. Der Anspruch während der stationären Weiterbildungszeit in unseren Kliniken wird anteilig der geplanten Weiterbildungszeit berechnet.
In Supervisionen üben die Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer ihre therapeutischen Fähigkeiten unter der Leitung eines erfahrenen Supervisors bzw. einer Supervisorin aus. Dies ermöglicht es ihnen, Feedback zu erhalten und ihre Kompetenzen weiter zu entwickeln.
Selbsterfahrung: persönlich wachsen, professionell handeln
- Die Selbsterfahrung ist zentraler Bestandteil der Weiterbildung und wird innerhalb der Arbeitszeit durchgeführt.
- Sie unterteilt sich in 45 Stunden Einzel- und 80 Stunden Gruppenselbsterfahrung, welche über den gesamten Weiterbildungszeitraum von 5 Jahren zu absolvieren sind. Wird die Weiterbildung in Teilabschnitten absolviert, werden die Einheiten von den Weiterbildungsstätten anteilig gewährt. Unsere Kliniken sind für 2 Jahre stationäre Weiterbildungszeit anerkannt.
Einzelselbsterfahrung
- Die Einzelselbsterfahrungseinheiten können mit dem Start der Weiterbildung begonnen werden. Anteilig werden ca. 10 Einheiten/Weiterbildungsjahr hierfür gewährt, jedoch max. 1 Lehreinheit pro Monat, da sich diese Lehreinheiten über den gesamten Weiterbildungszeitraum erstrecken sollen.
- Bei der Planung der Einzelselbsterfahrung ist ein Absprechen mit dem Abteilungsleiter bzw. der Abteilungsleiterin notwendig. Die Selbsterfahrungseinheiten sind bestenfalls ziemlich ans Ende der Arbeitszeiten zu legen. Welche Tage in den Kliniken jeweils geeignet sind, ist mit dem Abteilungsleiter bzw. der Abteilungsleiterin abzusprechen. Die Termine können die PTW selbstständig mit den für ihr jeweiliges Psychotherapieverfahren anerkannten Lehrdozentinnen bzw. Lehrdozenten vereinbaren.
Gruppenselbsterfahrung
- Die anteilig zustehenden Gruppenselbsterfahrungsstunden werden in Form von Gruppenselbsterfahrungs-Modulen absolviert. Deren Anzahl richtet sich anteilig nach der Dauer der Weiterbildungszeit. Die Inhalte und die Gestaltung der Gruppenselbsterfahrung (Workshops, Theorie, Gruppenarbeit etc.) obliegen einzig den jeweiligen Gruppen-Selbsterfahrungsleitern bzw. -leiterinnen.
- Bei der Gruppenselbsterfahrung handelt es sich um Wochenendmodule. Diese sollen sich über den gesamten Zeitraum der Weiterbildung erstrecken.
Supervision: intensiv und persönlich begleitet
- Da unsere Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer stationäre Patientinnen und Patienten behandeln, werden im Rahmen dessen regelmäßig Einzel- und Gruppensupervisionen durchgeführt.
- Es finden regelmäßig Fallbesprechungen statt, wobei ein direkter Austausch mit unseren Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmern gewährleistet ist.
Einzel- und Gruppensupervisionen
- Die stationäre Weiterbildung wird durchgängig von technisch-kasuistischen Seminaren (TKS) sowie Einzelsupervisionen begleitet. Pro Weiterbildungsjahr werden 10 Einzelsupervisionen und ca. 20 Stunden Gruppensupervision angeboten. Insgesamt sind über die gesamte Weiterbildungszeit 150 Supervisionsstunden zu absolvieren (davon mind. 20 Einzel). Hinzu kommen Fallseminare. Hier werden pro Jahr ca. 20 Termine stattfinden. Insgesamt werden 35 Einheiten über die gesamte Weiterbildungszeit gefordert.
- Alle Lehrdozentinnen und -dozenten müssen von der Weiterbildungsstätte über die PTK anerkannt und zugelassen sein.
Häufig gestellte Fragen zur Supervision
Was ist Supervision?
Abgeleitet wird das Wort Supervision aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie “von oben betrachten“ oder “Überblick”. In Supervisionssitzungen wird mit Hilfe einer Supervisorin oder eines Supervisors – welcher einen neutralen Blick von außen mitbringt – das eigene berufliche Handeln angeschaut und reflektiert. Supervisionen geben keine Lösungen vor, sie tragen aber dazu bei, sich in schwierigen beruflichen Situationen angemessener zu verhalten.
Was bedeutet supervidiert?
Problematische Situationen aus der Vergangenheit, oder solche, die in der Zukunft passieren könnten, werden beim Supervidieren reflektiert. Die Supervisorin bzw. der Supervisor gibt Handwerkszeug und Lösungsmöglichkeiten an die Hand, um mit herausfordernden Situationen zukünftig besser umgehen zu können.
Welche Art von Supervisionen gibt es?
Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Supervisionen durchzuführen. Beispiele hierfür sind:
- Einzelsupervisionen
- Gruppensupervisionen
- Fallsupervisionen
- Teamsupervisionen
- Lehrsupervisionen
- Ausbildungssupervisionen
Was passiert in einer Supervision?
Supervisionen werden von Supervisorinnen und Supervisoren angeleitet, welche entsprechende Zusatzausbildungen bzw. Qualifikationen aufweisen. Supervision ist eine Form der Beratung. Sie regt zur Reflexion des eigenen Handelns an. Ziel ist es, die Qualität professioneller therapeutischer Arbeit sicherzustellen und zu verbessern.
Welche Bedeutung hat Supervision in der Weiterbildung?
Psychotherapeutische Behandlungen unter Supervision sind ein zentraler Bestandteil der Weiterbildung. Aufgabe der Supervision ist es, die Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer dabei zu unterstützen, eine tiefenpsychologisch‐methodische Kompetenz zu erwerben, eine angemessene psychotherapeutische Haltung zu entwickeln und sich ihrer Beteiligung am Behandlungsprozess bewusst zu werden.
Während der gesamten Weiterbildungszeit sollen mindestens 150 Einheiten Supervision, davon 50 Einzelsupervisionen durchgeführt werden. Behandlungen sollten im Verhältnis 1:4, später im Verhältnis 1:8 supervidiert werden.
Da unsere Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer stationäre Patientinnen und Patienten betreuen, finden regelmäßig Einzel- und Gruppensupervisionen statt. Zudem werden regelmäßig Fallbesprechungen angeboten, wobei ein direkter Austausch mit unseren Weiterbildungsteilnehmerinnen und Weiterbildungsteilnehmern gewährleistet wird.
Welchen Zweck haben technisch-kasuistische Seminare (TKS)?
Die stationäre Weiterbildungszeit wird von Beginn an von technisch-kasuistischen-Seminaren (TKS) begleitet. Diese haben Gruppensupervisions-Charakter und sollen die Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer in der Behandlung der Patientinnen und Patienten unterstützen.
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Patricia Kleinhenz
Stellv. Ausbildungskoordinatorin
Montag bis Donnerstag: 08:00 Uhr – 15:30 Uhr
Freitag: 08:00 Uhr – 12:00 Uhr